21
Juli
2014

Das etwas andere Amerika

Das etwas andere Amerika
Musik ist seit ich denken kann Teil meines Lebens, daher war meine Vorfreude und meine Erwartungen an New Orleans und Louisiana nicht gerade klein. Die Wiege des Jazz – und als zusätzlicher Ohrenschmaus noch das Jazz & Heritage Festival! Ich war gespannt...
Am 23. April ging es also los in „The Big Easy". Louisiana wurde mir immer als „das etwas andere Amerika" beschrieben und das zu Recht. Die Menschen dort sind freundlich und entspannt, sie genießen das Leben und wissen, wie man feiert und eine gute Zeit verbringt. Trotz Jetlag konnten sich meine Gruppe und ich direkt am ersten Abend von der Stimmung der Stadt im Palm Court Jazz Café anstecken lassen – eine geniale Band und eine etwas schräge Besitzerin waren ein interessanter Einstieg in diese so vielfältige Stadt.
Am nächsten Tag ging es dann mit einem leckeren Frühstück (empfehlen kann ich hier das Buffet im „Court of Two Sisters") und einer anschließenden Stadtführung los. Danach stand die Zeit zur freien Verfügung. Ich mochte es schon immer gerne, die Menschen um mich herum zu beobachten und hier gab es definitiv einiges zu sehen! An jeder Ecke Bands, Künstler und ein wenig Verrückte – man muss sich auf diese Stadt wirklich einlassen.

Am Freitag stand das Jazz & Heritage Festival auf dem Plan. Von Jazz, Gospel, Brass zu Zydeco und Blues - hier präsentiert sich jährlich alles, was Rang und Namen hat. Ich hatte das Glück an diesem Freitag den Gitarrenklängen von Mr. Santana live lauschen zu dürfen. Aber auch viele andere Bands haben mich beeindruckt und ließen meine Füße nicht still stehen. Das eigentliche Highlight folgte aber erst nach dem Festival: Die anschließenden Nachbarschafts-Parties! An jeder Ecke eine Brass Band, junge, tanzende Menschen mit guter Laune, die auf ihren Fensterbänken saßen und ihre Vorgärten für alle zur Verfügung stellten – eine wahnsinnige Stimmung!

Nach diesem ereignisreichen Tag, machten wir uns am Samstag auf in das ruhigere Umland Louisianas. Hier gehört eine Tour durch die Swamps – die Sümpfe des Landes – definitiv dazu. Wir nahmen an einer Tour in Houma teil. Es war wirklich interessant diese Gegend mal live zu sehen und auch das Füttern der Alligatoren war eine unvergessliche Erfahrung. Weiter ging es auf eine Alligatorenfarm. Hier haben Besucher die Möglichkeit eines der kleineren Reptilien selbst zu halten – das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen.
Am nächsten Tag besuchten wir das „Festival International de Louisiane" in Lafayette. Es ist ein nettes Stadtfest mit viel authentischer Musik und einer Menge lebensfroher, tanzwilliger Einwohnern.

Auf unserem Rückweg nach New Orleans hielten wir an den wunderschönen Plantagen Oak Alley und Houma´s House – Bekannt aus Film und Fernsehen, sind diese Anwesen in live noch schöner und versetzen einen in eine andere Zeit. Ein Ausflug zu diesen einzigartigen Plantagen sollte also bei jeder Reise eingeplant werden!

Unseren letzten Abend in New Orleans verbrachten wir in der ausgezeichneten „Superior Seafood and Oyster Bar" im wunderschönen Garden District mit seinen tollen Villen. Generell ist es kein Geheimnis, dass Louisiana über eine ausgezeichnete und vielfältige Küche aufgrund der multikulturellen Einflüsse verfügt. Nachdem wir uns also einige Tage viel zu gut und viel ernährt hatten, war es Zeit für einen Besuch auf der Frenchmen Street. Diese Ecke der Stadt kann ich absolut empfehlen, denn im Gegensatz zum "touristischen" und überfüllten French Quarter, ist es hier noch authentischer. Ein Club reiht sich an den nächsten und überall ertönt Musik, die wirklich jeden ansteckt – ein schöner Abend, der eine aufregende und eindrucksvolle Reise ausklingen lies.

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WTS-Admin

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